Zambia

Im Herzen Afrikas liegt ein Land welches als das “wahre Afrika” bezeichnet wird. Das ist Zambia mit einer Grösse von ca. 750.000 km2 und etwa 10.3 Millionen Einwohnern. Das Land liegt im südlichen Zentralafrika und ist umgeben von Angola, der Demokratischen Republiek Kongo, Tanzania, Malawi, Zimbabwe, Botswana und Namibia. Zambia ist ein Land das noch nicht vom Massentourismus erschlossen worden ist. Die Freundlichkeit der Bewoher, die grossen natürlichen Freiräume, die Nationalparks mit einzigartigem Tierleben und die Victoriafälle (Livingstone) machen es zu einem Reiseziel fuer Reisende die die Natur und Tierleben lieben.
Durch seine gastfreundliche Bevölkerung, seine wild- und pflanzenreiche Nationalparks und durch interessante Landschaften hat Sambia großes touristisches Potential. Die Vegetation besteht überwiegend aus Wäldern und Feuchtsavanne. Die Tierwelt gehört zu den artenreichsten Afrikas. Hier leben u.a. Nashörner, Elefanten, Giraffen, Zebras, Antilopen, Affen, Flusspferde, Krokodile, Löwen und Schuppentiere.
Trotz dieser guten Vorrausetzungen liegt Sambia abseits der großen afrikanischen
Reiseziele. Seine touristische Infrastruktur ist nach wie vor unterentwickelt und man braucht z.t. noch viel Zeit, um von einem Ort zum anderen zu gelangen. In der letzten Zeit hat die Tourismusbrache jedoch deutlichen Aufwind bekommen. Die Entwicklung des Touristenzentrums Livingstones in der Nähe der Victoria Falls, wird von der Weltbank unterstützt. Direkt neben den Victoria Falls wurden neue Luxushotels gebaut. Die Safari Camps und Lodges, die in den Nationalparks errichtet wurden, sollen zu den Schönsten des ganzen südlichen Afrikas gehören. Neben den Nationalparks haben sich die weltberühmten Victoriafälle und der Fluss Zambezi zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sambias entwickelt. Hier werden auch eine Reihe von Aktivitäten wie Kanufahren, White-water Rafting und Bungee Jumping angeboten.
Neben den bisher existierenden Naturparks wird man in Sambia auch bald die grenzüberschreitenden Peace-Parks besuchen können, die Sambia in den Grenzgebieten zu Botswana, Namibia, Zimbabwe und Malawi konstruiert. Dieses Vorhaben ist Teil der Peace-Park-Initiative, die die Regierungen 10 afrikanischer Staaten ins Leben gerufen haben, um die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Region, den Tourismus und den Naturschutz zu fördern.
Kafue Nationalpark
Es ist nicht nur der älteste Park des Landes, er ist auch mit 22.500 Quadratkilometern halb so groß wie die Schweiz und damit eines der größten Wildschutzgebiete der Welt.
Der 1000 Meter hoch gelegene Park wird vom Kafue River, dem Lufupa, dem Lunga und ihren Nebenflüssen durchzogen und ist im nördlichen Teil weit gehend unberührt.
Neben dem hügeligen Buschland gehören zum Park auch die während der Regenzeit überfluteten Basunga Plains, flaches Grasland mit kleinen Palmeninseln. Hier tummeln sich Zebras, Puku- und Lechwe-Antilopen und Tausende von Vögeln.
Tiere und Natur gibt es im Kafue Nationalpark im Überfluss. Nur eines gibt es nicht in großen Zahlen: Touristen. Stehen in anderen Ländern oft mehrere Autos um einen Löwen, so ist es im Kafue oft umgedreht: Man ist von Tieren und Löwen umgeben und hat so noch das Gefühl, wirklich in einer Wildnis zu sein.
Der Park ist reich an Tieren trotz der Wilderei, die aufgrund der Größe des Parks und seiner Unzugänglichkeit besonders in der nassen Jahreszeit kaum in den Griff zu bekommen ist. 
Es gibt große Herden von Lechwe (Moorantilopen) und Puku wie auch Rappenantilopen (sable) und Pferdeantilopen (roan) bis zu Oribi und Ducker (duiker) zu sehen. Weitere Tiere sind der Defassa Wasserbock (waterbuck), die Leierantilope (tsetsebe), Kuhantilope (hartebeest), Zebra und Büffel. Da, wo es viele Beutetiere gibt, sind die Raubtiere nicht weit: Löwen, Leoparden, Geparden, Schakale, Ginsterkatze, Schakal, Zibetkatze und verschiedene Mangusten (mongoose).
Der Vogelreichtum, besonders an den Flüssen und den Lagunen, ist beeindruckend. Zu sehen sind Kronenkranich (crowned crane), Klunkerkranich (wattled crane), Glanzhaubentourako (purplecrested lourie) und Fischeule (Pel`s fishing owl). Insgesamt gibt es über 400 Vogelarten im Park.
South Luangwa Nationalpark
Der South Lungwa Nationalpark befindet sich im Osten Zambias und gilt als bedeutendes Wildschutzgebiet. Auf 9.050 km² leben über 50 Säugetier- und mehr als 400 Vogelarten. Sie finden alle erdenklichen afrikanischen Wildtiere, außer das Nashorn, welches durch extensive Wilderei ausgerottet wurde.
Mfuwe Flughafen, der ca. 25 km außerhalb der Ortschaft Mfuwe liegt, wird von verschiedenen Charterfluggesellschaften angeflogen. Die Flugzeit Lusaka - Mfuwe beträgt ca. 1:20h. Nach Ankunft in Mfuwe werden die Gäste in offenen Allradfahrzeugen abgeholt und zu den verschiedenen Lodges im / am Nationalpark gefahren.
Im Nationalpark gibt es eine Lodge und weitere Lodges liegen am Luangwa Fluss - der natürlichen östlichen Grenze des South Luangwa Nationalparks. Die hier operierenden Unternehmen bieten Pirschfahrten in offenen Geländefahrzeugen und manche Unternehmen auch geführte Fußsafaris mit Übernachtungen im Buschcamps, die ein außergewöhnliches und wirklich sehr nahes Buscherlebnis vermitteln.
Leute, die sich auskennen, haben South Luangwa als eines der großartigsten Schutzgebiete der Welt bezeichnet, und sie haben Recht damit! Der Arten- und Wildreichtum im Gebiet des Luangwa Flusses und seiner toten Seitenarme gehört zu den besten in ganz Afrika. Der 9.050 qkm große Park ist auch die Heimat zahlreicher Vogelarten und einer eindrucksvollen und abwechslungsreichen Vegetation. Die wechselnden Jahreszeiten mit dem trockenen, nackten Busch im Winter zum üppigen grünen Wunderland in den Sommermonaten erhöhen noch die Attraktivität des Parks. Es gibt über 60 verschiedenartige Tierspezies und über 400 Vogelarten. Unglücklicherweise gibt es keine Nashörner mehr, denn sie wurden von Wilderern alle getötet.
North Luangwa Nationalpark
Der Park liegt im Nordosten von Zambia, nördlich des South Luangwa Nationalparks und ist etwa 4.500 qkm groß. Er wird im Westen vom Muchinga Escarpment und im Osten vom Luangwa Fluss begrenzt. Er ist etwa halb so groß wie der South Luangwa Nationalpark.
Der Park bietet eine unerschlossene und ursprüngliche Natur; hier gibt es keine permanenten Lodges. Zugang haben nur wenige Touroperator für Fußsafaris.
Diesen Park zeichnet den Charakter eines wahrhaft ursprünglichen Afrika aus. Im North Luangwa Nationalpark kann man Afrika so erleben, wie es einst war: wild und unberührt, so dass jeder Besucher, und es gibt nicht viele, ganz einfach nur ein unauffälliger Beobachter seiner natürlichen Schönheit und seiner Dramen ist.
Aufgrund ihres Einflusses und als Mittel zu Bekämpfung der Wilderei erlaubten die Behörden Safariunternehmen eine begrenzte Zahl von Besuchern in den Park zu bringen und mit ihnen Fußsafaris zu unternehmen.
Im Park gibt es praktisch keine Straßen, und während Ihres Aufenthalts werden Sie wahrscheinlich keine anderen Besucher sehen.
Einige Zuflüsse, die eine wichtige ökologische Rolle in diesem Gebiet spielen, münden in den Luangwa. Der Mwaleshi fällt in einer Reihe von kleineren Wasserfällen vom Escarpment an der westlichen Seite des Parks. In der Trockenzeit bleibt das Wasser aus. Nur einige Tümpel bleiben dann und ziehen zahlreiche Tiere an. Im Mwaleshi Gebiet dürfen keine Tierbeobachtungsfahrten in Fahrzeugen durchgeführt werden; nur Fußsafaris sind erlaubt.
Die Vegetation reicht von Mopane Waldland bis zu Galeriewäldern, offenem Grasland und Akaziendickicht, dem eindrucksvollen Leberwurstbaum, Palmen und Mahagoni bis zu Leadwood.
Lower Zambezi Nationalpark
Der Park bedeckt etwa 4000 Quadratkilometer und folgt dem Zambezi über 120 Kilometer vom Chongwe-Fluss durch die Mpata Schlucht.
Hier musste David Livingstone erkennen, dass es unmöglich war, sich weiter auf dem Wasserweg in den Norden vorwärts zu bewegen. Die ursprünglichen Einwohner waren die Nsenga und die Goba (die Flussmenschen), die das Gebiet in der Kolonialzeit verlassen mussten. 1983 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts war der Park eher vernachlässigt und ziemlich unbekannt.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der berühmte Mana Pools Nationalpark in Zimbabwe.
Es gibt auch hier eine große Tiervielfalt mit u. a. sehr großen Büffel- und Elefantenherden sowie großen Löwenrudel.
Per Charterflug ist u.a. der Jeki Airstrip im Nationalpark erreichbar. Schon beim Anflug haben Sie einen tollen Blick auf die unter Ihnen liegende Wasser- und Festlandschaft.
Es ist auch möglich, zum Beispiel per Boot auf dem Zambezi anzureisen, so dass Sie gleich die Wasserlandschaft erkunden können.
Es gibt verschiedene Lodges / Camps im Lower Zambezi Nationalpark, die sich alle am Zambezi Flussbett befinden. Alle Unterkünfte bieten u. a. an: Walking Safaris, Sundowner Bootsfahrten sowie Kanusafaris auf dem Zambezi - eine ganz besondere Art der Tierbeobachtung, da Sie den Tieren fast geräuschlos sehr nahe kommen können und somit beste Beobachtungsmöglichkeiten haben.
Als beste Reisezeit eignet sich Juni bis September. Die meisten Camps sind zwischen April bis November geöffnet.
1989 wurde das Chiawa Camp als erstes Privatcamp im Nationalpark eröffnet. Die Leute vom Chiawa Camp bauten Straßen in den und im Park und unterstützten die Parkwächter in ihrem Kampf gegen die ausufernde Wilderei.
Auch heute noch geht ein beträchtlicher Teil der Einkünfte von Chiawa an das Park Management zum Schutz und zum Erhalt des Parks. Zusammen mit den anderen Camps ist es so inzwischen gelungen, die Elefantenpopulation zu stabilisieren.
1994, z.B., wurde kein einziger Löwe gesichtet; inzwischen gibt es mehrere Rudel und die Löwen haben sich an die Nähe der Fahrzeuge gewöhnt und bleiben ganz entspannt, so dass sie gut fotografiert werden können. Auch die anderen Tiere sind jetzt an Fahrzeuge gewöhnt.
Chimfunshi Wildlife Orphanage
Vor etwa 20 Jahren, 1983, retteten David und Sheila Siddle einen sterbenden Schimpansen auf ihrer Farm in Zambia. So begann eine Tradition der Pflege, des Schutzes und Respekts, die bis heute andauert, vielen Schimpansen eine Zuflucht bietet und weltweit Anerkennung gefunden hat. Schimpansen sind in Afrika sehr gefährdet. Experten schätzen, dass es nur noch 150.000 gibt, denn ihr Lebensraum wird immer eingeschränkter.
Heute leben über 100 Schimpansen in Chimfunshi auf einem 1.150 Acker, etwa 4,5 qkm, großen aus Dschungel, Savanne und Obstgärten bestehendem Gelände. Hier werden misshandelte Menschenaffen, die aus den Fängen von Schmugglern und Wilderern befreit wurden, aufgenommen und gepflegt. Zwar sind David und Sheila schon in den 70igern. Aber die Kraft, zusammen mit ihren Mitarbeitern jeden Tag aufs Neue alles für die Schützlinge zu geben, scheint unerschöpflich.
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